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Einblicke: Moritz Frischkorn über THE GATE
Offen gefragt: Ellen Blumenstein im Gespräch mit Roland Nachtigäller
Florence Jung – MGKWalls

Offene Welten

„Offene Welten” ist ein Forschungsprojekt des Museums für Gegenwartskunst Siegen, der Kestner Gesellschaft in Hannover, IMAGINE THE CITY in Hamburg und des Museums Marta Herford. Gemeinsam mit Künstler:innen, Kurator:innen und Nutzer:innen entwickeln die vier Institutionen für zeitgenössische Kunst digitale Parcours und künstlerische Inszenierungen im Stadtraum. Mit dem Berliner Entwickler:innentrio Jennifer Aksu, Holger Heißmeyer und Sebastian Quack als Digitalem Partner und in Kooperation mit den UX-Designern Sansho Studio entsteht dabei die Plattform interkit.

Das Projekt

“Offene Welten“ folgt der Vision, interkit zu einem offenen, universellen Werkzeug für die Gestaltung von interaktiven, web- und smartphonebasierten Kulturerlebnissen zu machen, bei denen Räume, Medien und Menschen in immer wieder neue Verbindungen zueinander treten. Als Vorbild dient dabei die bis in die Antike zurückreichende Tradition, Denken eng an Bewegung und körperliche Erfahrung zu koppeln. Dies erlaubt neue Sichtweisen, unerwartete Erlebnisse und erschließt Zusammenhänge von scheinbar Unverbundenem.

In einem ersten Schritt entwickeln die Institutionen in den vier Städten in sogenannten Case Studies die unterschiedlichen Funktionalitäten, die die Plattform interkit später ermöglichen soll: Mediaplayer, Kartennavigation, Chatfunktion oder auch Augmented Reality. Diese Komponenten bilden den Basis-Funktionsumfang der App. Jede Case Study basiert auf einem kuratorisch-künstlerischen und vermittelnden Projekt.

Mit interkit können traditionelle Vermittlungsformate ebenso umgesetzt werden wie individuelle oder gruppenbasierte, spielerische Inszenierungen im Stadtraum, die Kunstwerke und Alltagsgegenstände, private Erfahrungen und gesellschaftspolitische Fragestellungen in Beziehung zueinander setzen. Die Frage, was Kunst mit der individuellen Lebensrealität zu tun haben könnte, wird an Ort und Stelle verhandelt. Die Inhalte der Parcours werden von den beteiligten Projektpartner:innen mit Kunstschaffenden zusammengestellt und verbinden sich mit den Inhalten der Nutzer:innen, die vor Ort mit dem eigenen Smartphone produziert und in die App integriert werden können.

Ein weiterer Fokus liegt auf der Entwicklung eines intuitiv bedienbaren Redaktionssystems, das es auch Menschen ohne Programmiererfahrung ermöglicht, eigene Apps zu bauen.

Besonders wichtig ist dabei der Open-Source-Ansatz, durch den die Möglichkeiten, die im Rahmen des Projekts geschaffen werden, schrittweise auch der Öffentlichkeit und insbesondere der Entwicklerinnen-Community zugänglich gemacht werden. „Offene Welten“ setzt dabei auf ergebnisoffene Prozesse, Nutzerorientierung und Co-Kreation.

Der Verbund

Die Motivation für die Zusammenarbeit zweier Kunstmuseen in Siegen und Herford, eines großen Kunstvereins in Hannover, eines Kunstprojekts im öffentlichen Raum von Hamburg und eines Teams von Entwickler:innen liegt in der Zusammenführung dieser (institutionell) unterschiedlichen Perspektiven und geographischen Räume. In den Profilen und Anforderungen verbirgt sich jeweils spezifisches Know-how, das zu einer großen Vielfalt von Anwendungsperspektiven führt.

Der stetige Wandel der Medien und seine Auswirkungen auf die Kunst sind seit der Gründung 2001 im Programm des Museums für Gegenwartskunst Siegen fest verankert. Die Intention, sich an mediale Entwicklungen anzupassen und digitale Neuerungen zu integrieren, ist essenziell für die Konzeption des Hauses.

Das Museum Marta Herford hat sich seit seiner Gründung im Mai 2005 aktiv im Digitalen positioniert. Die Verzahnung von analogem und digitalem sowie institutionellem und öffentlichem Raum steht dabei im Fokus der Aufmerksamkeit.

Als die Kestner Gesellschaft 1916 gegründet wurde, formierte sie sich, um relevante Positionen der Gegenwart und Moderne zu präsentieren. Heute geht es auch darum, Möglichkeiten zu nutzen, die ein Wechselausstellungshaus vor dem Hintergrund des digitalen Wandels und der Globalisierung hat.

Als Institution, die aus Hamburgs HafenCity heraus in den Stadtraum interveniert, ist IMAGINE THE CITY schon immer daran interessiert gewesen, den digitalen und realen Raum miteinander zu verschränken.

Der Digitalpartner

Das Berliner Entwickler:innentrio von interkit komplettiert als Digitalpartner das Team des institutionsübergreifenden Forschungsprojekts „Offene Welten“. Seit bereits zehn Jahren erarbeitet das interdisziplinäre Team gemeinsam spielerische, digitale Ideen für die Kunstszene und ergänzt den Verbund durch eine weitere Perspektive.

10.05.22

Was ist THE GATE? Wohin führt das „Tor zur Welt“? Wie wirkt ein solcher Slogan auf eine Stadt ein? Auf ihre Geographie, ihr Selbstverständnis, das Lebensgefühl in ihren Straßen und auf ihren Plätzen? Wer die App mit demselben Titel öffnet, dem wird zunächst ein solches Tor, das über einem regelmäßigen, bunt eingefärbten .

25.03.22

Kaum jemand könnte besser über „Offene Welten“ sprechen als die Initiator*innen des Projekts. Dazu gehören unter anderem Roland Nachtigäller, langjähriger Direktor des Museum Marta Herford und seit Jahresbeginn 2022 Geschäftsführer des Museum Insel Hombroich, sowie Ellen Blumenstein, künstlerische Leiterin von IMAGINE THE CITY. Beide haben das Projekt seit der ersten Stunde begleitet .

17.03.22

Florence Jung erschafft Szenarien, die sich von der Fiktion zur Realität bewegen, ähnlich wie Gerüchte im digitalen Zeitalter plötzlich zu Tatsachen werden. Ihre Arbeiten – von denen keine bildlich dokumentiert ist – untersuchen unser Verhältnis zu Ungewissheit, und wie Spekulationen und Ängste unsere Wahrnehmung prägen. Gemeinsam mit dem Berliner Entwicklerteam interkit konzipiert .

12.03.22

Stadt und Institution, realer und digitaler Raum, Denken und Bewegung: So lassen sich einige der Parameter fassen, die das Spannungs- und Interessenfeld des Projekts „Offene Welten“ beschreiben. Mit der App „Cyber-Staub“ wurde im Marta Herford die zweite Fallstudie entwickelt, anhand derer das App-Redaktionssystem interkit entstehen soll. Dabei bringen die Verbundpartner unterschiedliche Bedürfnisse .

21.02.22

Der Künstler Malte Taffner realisiert für Offene Welten das Kunstprojekt A Fragment of Eden, das zusammen mit einer dazugehörigen App ab Mai 2022 in Hannover entdeckt werden kann. Bereits jetzt beginnt sein utopischer Garten Eden auf dem Goseriedeplatz vor der Kestner Gesellschaft zu sprießen und wartet darauf, Mensch, Natur und Technik zusammenzubringen. .

05.02.22

Gedanken sind manchmal verworren, ungeordnet und gehen unerklärliche Wege. Aber heißt das auch, dass man ihnen kein Gehör schenken sollte? Was würde passieren, wenn man diesen Gedanken freien Lauf lässt und sie aufzeichnet? Wenn man sie in Worte fasst und sie umwandelt in etwas Sichtbares? Auf der Spur von Gedanken – melancholischen, .

08.01.22

Das Projekt THE GATE orientierte sich an der Metapher vom „Tor zur Welt“ - daraus entstand nicht nur ein Parcours von Kunstwerken durch Hamburgs HafenCity, sondern auch mehrere Podcast-Reihen, die sich von den facettenreichen Assoziationen zwischen der Stadt Hamburg und dem Gedanken des Tors inspirieren ließen. Einen dieser Podcasts erstellte Sandra Schürmann. .

14.12.21

Auf der Suche nach markanten Momenten streifte der Künstler Martin Walde durch die Stadt Herford und hielt seine Entdeckungen in poetischen wie skurrilen Erzählungen fest. Entstanden ist dabei ein interaktiver Erkundungsparcours, der auf dem Smartphone erlebbar wird. In der App nehmen diese Momentaufnahmen durch AR-Phänomene Gestalt an. .

02.12.21

Berliner Winter 2012. Kohleofen-Hinterhof-Atelier. Verloren meine Inspiration seit 4 Jahren. Am absoluten Nullpunkt angekommen. Besuch eines Freundes. Dennis, geh nach Los Angeles. Eine Stimme der Vernunft! Ich spüre, er hat recht. .

25.11.21

Im Konferenzraum des 25h Hotels in der HafenCity wird der laue Frühlingsabend ausgesperrt, denn wir brauchen Ruhe! Nicht ganz einfach, in diesem im Entstehen begriffenen Hamburger Stadtteil. Der Schauspieler Mervan Ürkmez liest für uns heute die Geschichte „Der Leviathan“, Joseph Roths letzte Novelle. .