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Sam – Fünf Fragen an Florence Jung
TechTalk: Was bedeutet Open Source?
Sam. Florence Jung

Cyber-Staub: Ein digitaler Parcours durch Herford

Mit einem Smartphone basierten Spaziergang wird die Herforder Innenstadt in besonderer Weise erfahrbar: „Cyber-Staub“ ist die zweite Fallstudie im Verbundprojekt „Offene Welten“, die das Museum Marta Herford gemeinsam mit dem österreichischen Künstler Martin Walde entwickelt hat. Zusätzlich zu den bestehenden Modulen im System von interkit, dem Kartenelement und der Mediathek, kommt hierbei eine neu entwickelte Funktion für Augmented-Reality-Objekte (AR) zum Einsatz.

Auf der Suche nach markanten Momenten streifte Martin Walde bei ausführlichen Stadtbegehungen durch Herford und hielt seine Entdeckungen in poetischen wie skurrilen Erzählungen fest: Was macht diese Stadt aus? Wie kommt ihre Erscheinung zustande? Welchen Ursprung haben ihre Formen oder Gerüche? Der interaktive Erkundungsparcours eröffnet mögliche Perspektiven und offenbart überraschende Sichtweisen auf die scheinbar so vertraute Stadt. In der App nehmen diese Momentaufnahmen durch AR-Phänomene Gestalt an. Reales, Digitales, Fiktives und Phantastisches gehen ineinander über.

Über die Karte orientieren sich Nutzer:innen im Stadtraum und finden QR-Codes, mit deren Hilfe die AR-Phänomene freigeschaltet und angesehen werden können. Die zugehörigen Erzählungen sind als Text und Audio verfügbar, eingesprochen vom Künstler selbst. Danach können die AR-Objekte auch an jedem anderen Ort verwendet werden, denn der Spielstand wird im Browser gespeichert und ist zusätzlich mit einer Session-ID gesichert, damit die gesammelten Phänomene nicht verloren gehen. So können sie von den Nutzer:innen auch andernorts inszeniert und unter dem #cyberstaub geteilt werden und von Herford aus in die ganze Welt aufbrechen.

„Cyber-Staub“ ist bis zum Sommer 2023 verfügbar. Als PWA (Progressive Web App) ist für die Nutzung kein Download erforderlich: Die Web-App kann einfach diesen Link oder über die Homepage des Museums Marta Herford aufgerufen werden. Es ist dennoch empfehlenswert, die Anwendung auf dem Home-Bildschirm des Smartphones zu speichern.


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